Ein Bündnis für Kompetenz am Computer

Sie alle nutzen ständig das Smartphone und hin und wieder Laptop und PC. Doch das Wissen der Achtklässler über Vorteile, Funktionsweisen und Gefahren von Computer und Internet, von Facebook, Twitter, Youtube ist höchst unterschiedlich. „Das ist eine Herausforderung für uns“, sagt Matthias Lohr.

Der Auszubildende der Firma Soft Consult unterrichtet die Informatik-AG am Langenauer Robert-Bosch-Gymnasium (RBG). Zum Azubi-Team gehören Steffen Duschek und Katharina Brakmüller. Die Lehrinhalte der neunteiligen Reihe sind zwischen Firma und Schule abgestimmt, für ihre Umsetzung sind die angehenden Fachinformatiker verantwortlich. „Sich sozial zu engagieren gehört zu den Leitlinien unseres Unternehmens“, sagt Manuel Häge, Assistent der Geschäftsleitung und Ausbildungsleiter bei Soft Consult.

Für die Azubis sei der AG-Unterricht ein „Super-Training“: Beim Weitergeben an andere verfestigt sich ihr eigenes Wissen, und sie sammeln wichtige Erfahrungen für künftige Kundenschulungen. Schulleiterin Karin Moritz ist froh über die AG im Rahmen der bereits seit zehn Jahren bestehenden Bildungspartnerschaft mit dem Langenauer Unternehmen. Denn lange sei Baden-Württemberg das einzige Land gewesen, das in der Unter- und Mittelstufe keinen Informatikunterricht angeboten habe.

Im alten Bildungsplan war zwar schon die „Informationstechnische Grundbildung“ ITG von der fünften Klasse an vorgesehen. Aber die sollte in andere Fächer integriert werden. Am RBG wurde sie laut Mathe- und Informatiklehrer Franz Rohmer in der fünften Klasse als eigenständiges einstündiges Fach unterrichtet. Dann war bisher Schluss mit separater Informatik bis zur Kursstufe.

Die Lehrer sind sich einig mit Manuel Häge: Es reicht nicht, wenn die jungen Leute sich erst nach der Schule mit Programmieren oder Office-Anwendungen beschäftigen. Erschreckend findet es Häge, wie wenig die Jugendlichen über Viren- und Datenschutz wissen. „Es ist teilweise schockierend, was für Bilder sie bei Facebook hochladen und markieren.“ 

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